Home / Allgemein / 5 Tierische Redewendungen: Herkunft und Bedeutung (3)

5 Tierische Redewendungen: Herkunft und Bedeutung (3)

Es gibt reichlich Sprichwörter, Redensarten und Redewendungen, die tierischen Ursprungs sind. Viele haben einen besonderen, interessanten oder lustigen Hintergrund. In einer Reihe von Artikeln klären wir einige dieser Redewendungen auf!

„Jemanden zur Schnecke machen“

Die Redewendung hat nichts mit dem Äußeren der glitschigen Weichtiere zu tun. Es bezieht sich auf dessen Verhalten bei Gefahr. Denn Schnecken ziehen ihre Fühler ein und verkriechen sich in ihr schützendes Haus, wenn Gefahr droht. Ähnlich ist es bei Menschen, wenn sie hart kritisiert werden. Sie werden dann kleinlaut und möchten sich am liebsten nur noch in ihr „Schneckenhaus“ verkriechen.

„Es ist zum Mäusemelken“

Diese Redewendung soll verdeutlichen, dass etwas schier unmöglich ist und einen deshalb fast zur Verzweiflung treibt. Eben genauso unmöglich, wie eine kleine Maus zu melken. Eine Kuh oder eine Ziege von Hand zu melken kann bereits ziemlich schwierig sein. Kannst du dir daher vorstellen, wie mühsam es sein muss, wenn man eine kleine Maus melken würde?

„Katzenwäsche machen.“

Als Katzenwäsche bezeichnet man umgangssprachlich eine schnelle, nicht sehr gründliche Körperpflege, wo man kaum mit Wasser in Berührung kommt. Der Ursprung dieser Redensart hängt damit zusammen, dass Hauskatzen in der Regel eher wasserscheu sind. Eine Katze leckt sich lieber das Fell ab, als eine nasse Haut zu riskieren.

„Sei kein Frosch“

„Trau dich!“ oder „Zier dich nicht so!“ – das meint jemand, der zu dir sagt: „Sei kein Frosch!“. Die Redewendung geht darauf zurück, dass Frösche extrem schreckhafte Fluchttiere sind. Bei Gefahr sind Frösche mit ihren langen Hinterbeinen jederzeit zum Sprung bereit, um sich möglichst schnell ins Wasser zu retten. Die Redewendung will sagen, dass man sich der Situation stellen soll und nicht einfach abtauchen soll.

„Eine Eselsbrücke bauen“

Selbst bei einem kleinen Bach kann es schon einmal passieren, dass ein Esel streikt. Warum? Die spiegelnde Wasseroberfläche macht dem Esel Angst, denn er kann nicht einschätzen, wie tief das Wasser ist. Aus diesem Grund wurden früher Brücken – sogenannte Eselsbrücken – über kleine Bäche gebaut, die man auch eigentlich gut zu Fuß überqueren konnte.

Die sprichwörtliche Eselsbrücke ermöglicht also den Weg über ein Hindernis und gibt einem Sicherheit. Bestes Beispiel ist die Eselsbrücke von Gitarrenseiten, um sich ihre Reihenfolge gut zu merken: E, A, D, G, H, E – Eine Alte Dame Ging Heringe Essen.

Schreibe einen Kommentar

Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zur Verbesserung Ihres Online-Erlebnisses zu. Weitere Informationen zu den von uns verwendeten Cookies finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. OK