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Das Leid der Vermehrerhunde

Bitte kauft keine Hunde aus Mitleid bei vermeintlichen Züchtern! Der Bericht unseres Partnertierheims Tierauffangstation Schmalkalden @tierauffangstation.sm über das Leid der Vermehrerhunde spricht Bände:

„Im Frühjahr 2020 wurde uns die Hündin vom Veterinäramt zugewiesen. Auf den ersten Blick war für uns zu erkennen, dass sie bereits einige Würfe gehabt haben muss – ihr Gesäuge war sehr ausgeprägt und hing stark. Zu unserer Überraschung gebar die Hündin knapp 5 Wochen später erneut Welpen, diesmal jedoch bei uns in der Auffangstation. Schon nach den ersten Tagen war klar: Diese Hündin hatte genug vom Muttersein. Sie war froh über jeden Moment, den sie nicht bei ihrem Nachwuchs verbringen musste, lieber verbrachte sie die Zeit mit uns Pflegerinnen. Sie säugte sie zwar ausreichend, doch auch in der Präge- und Sozialisierungsphase nahm sie deutlich Abstand von den Kleinen. Ihnen Grenzen aufzuzeigen oder mit ihnen Spielen, das war einfach zu viel für die ausgelaugte Hundemama.

Sie selbst apportierte gerne Bälle, doch es war uns sehr unangenehm ihr diesen Wunsch zu erfüllen, denn ihr Gesäuge schlug mit jedem Schritt aneinander und „schleuderte“ hin und her. Während der Welpenaufzucht erlitt sie noch eine Mastitis (Gesäugeentzündung) und eine Mittelohrentzündung. Zudem nahm sie stark ab und verlor viel Fell, weshalb sie mit der 8. Lebenswoche ihrer Welpen viele kahle Stellen und Narben der kleinen Krallen und Zähnchen am Körper trug. 

Wir werden nie vergessen, wie sie uns immer hilfesuchend ansah; dieser müde Blick eines Hundes, der sich einfach mal erholen und Hund sein wollte. Letztenendes kamen neue Eigentumsverhältnisse zustande. Somit wurde uns die Hündin samt Welpen dann wortwörtlich aus den Händen gerissen. Zwar konnten wir den Welpen einen guten Start in das Leben bereiten, doch die Hündin wird vermutlich weiterhin gebären müssen, bis sie ausgedient hat. Wir geben sie aber definitiv nicht auf, diese gepeinigte Seele.

Wir bitten alle Hunde-Interessenten, die keinen Hund aus dem Tierschutz adoptieren, sondern bei einem vermeintlichen Züchter kaufen möchten: lasst euch die Muttertiere zeigen und kauft keinen Hund aus Mitleid. Die Elterntiere leiden weiter.“

Vielen Dank ans Team der Tierauffangstation Schmalkalden (IG @tierauffangstation.sm) für den bewegenden Bericht. Wir hoffen, dass sich alles zum Guten wendet für die Hündin und die Welpen!

(Die Fotos sind Beispielfotos.)

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