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Leptospiren

Leptospiren: Gefährliche Pfützen

Leptospiren – Warum Sie Ihren Hund nicht aus der Pfütze trinken lassen sollten

Eine bekannte Szene: Beim Spaziergang steuert der Hund zielstrebig die nächste Pfütze an, um genüsslich aus ihr zu Trinken. Doch das sollten man seinem Hund, der Gesundheit zuliebe, verbieten. Warum? Im Pfützenwasser tummeln sich gefährliche Bakterien, die sogenannten Leptospiren, die der Hund während des Trinkens aufnehmen kann.

Diese Bakterien gelangen über Urin & Kot von Nagetieren, wie Mäusen und Ratten in das Wasser. Erreichen sie den Körper des Hundes, können sie sich dort ungestört innerhalb weniger Tage verbreiten. Die Folgen sind zunächst ganz unspezifisch, weshalb die Infektion selten rechtzeitig erkannt wird. 

Doch Infektion ist nicht gleich Infektion.

Je nach Erreger & Gesundheitszustand des Hundes, bricht die Krankheit bei manchen Tieren gar nicht erst aus. Andere Vierbeiner haben nur leichte Beschwerden. Aber auch akute schwerwiegende Erkrankungen sind möglich: Das Tier ist schlapp, leidet zudem unter Appetitlosigkeit & Fieber.

Erfolgt in diesem Anfangsstadium keine passende Behandlung, breitet sich der Erreger weiter aus und es kommt nicht selten zu Nierenversagen und folglich zum Tod des Vierbeiners.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, besteht auch für den Besitzer die Gefahr, sich bei seinem Hund anzustecken. Beim Menschen endet eine Infektion nicht zwingend tödlich. Sie kann aber zu Fieber, Gelbsucht, Nieren- & Hirnhautentzündungen und -schäden führen.

Doch wie schütze ich mich und meinen Hund? Am sichersten ist es, neben dem Trinkverbot aus Pfützen, eine regelmäßige Impfung des Hundes gegen Leptospiren durchführen zu lassen. Doch trotz Impfung sollte der geliebte Vierbeiner nicht aus den Pfützen trinken, da der Impfschutz gegen Leptospirose nicht so sicher wie gegen andere Infektionskrankheiten wie Tollwut ist. Der Grund dafür liegt in den Erregern selbst. Impfungen gegen Bakterien, wie die Leptospiren, sind viel schwere herzustellen, als solche gegen Viren. Zudem existieren über 100 verschiedene Typen des Erregers.

Neben der klassischen “Trinkpfütze” sind aber auch andere Gewässer nicht unbedingt frei von diesen Bakterien und somit unbedenklich für den Vierbeiner. Generell gilt Vorsicht bei kleinen stehenden Wasserstellen und Gewässern wie Tümpeln oder Teichen. Diese erwärmen sich schnell und bieten den Leptospiren ideale Bedingungen sich zu Vermehren. Zudem können die Erreger wochenlang in diesen Gewässern überleben.

Wer also auf Nummer sicher gehen will, lässt seinen vierbeinigen Begleiter auf gemeinsamen Ausflügen nicht überall heraus trinken. Seien Sie konsequent, denn Hunde wissen nicht, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht aus Pfützen trinken sollten. Für sie bedeutet es Spaß und ein Nachgehen ihres Entdeckungsdrangs.


Versuchen Sie also potentielle Gefahrenstellen zu vermeiden, Leinen Sie Ihren vierbeinigen Begleiter an und geben Sie im konsequent verbale Befehle, wenn er sich einer Pfütze nähert.
Bieten Sie ihm, gerade in der heißen Jahreszeit, immer wieder frisches Wasser aus einem Trinknapf an.

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