Home / Allgemein / Tierhandel in NRW: Polizei rettet 18 Welpen aus verdreckten Wohnungen

Tierhandel in NRW: Polizei rettet 18 Welpen aus verdreckten Wohnungen

Paderborn – Über eine Ebay-Kleinanzeige wurden süße kleine Malteser-Hundewelpen angeboten. Dies machte die Beamten der Kripo stutzig, denn erst Mitte Juni wurden bereits dubiose Tierhändler in Paderborn hochgenommen, die mit viel zu jungen und auch manch todkranken Malteser-Welpen das ganz große Geld machen wollten. Die Polizei fand die Kleinanzeige verdächtig, da sie dem damaligen Inserat sehr ähnelte. Auch dem Veterinäramt des Kreises Paderborn sowie anderen Hundebesitzern fiel die Anzeige ins Auge, so dass sie kriminelle Interessen dahinter vermutet haben. Somit haben die Ermittlungen begonnen.

Nach einer Rücksprache mit der Paderborner Staatsanwaltschaft wurde dann am vergangenen Freitag, den 9. Juli, eine Kontrolle an der ermittelten Anschrift in Bad Lippspringe vorgenommen. Dort traf die Polizei auf eine 25-jährige Frau und einen 44-jährigen Mann. Diese gaben sich als die Initiatoren des Welpenhandels aus. Die Kontrolle erstreckte sich über mehrere Räume in zwei Wohnungen und dem Keller. Dort konnte die Polizei 18 Welpen aus verdreckten Räumlichkeiten entdecken und retten. Leider ist ein Hundewelpe mittlerweile verstorben. Die Räumlichkeiten waren zum Teil mit Kot und Urin verdreckt gewesen. Zudem wurden die Welpen in verdreckten Käfigen und Verschlägen gehalten und schienen teilweise sehr krank zu sein. Auch wurden sie viel zu früh vom Muttertier getrennt.

Die Polizei zog zunächst das Veterinäramt hinzu, während alle Tiere vom Tierheim Paderborn sichergestellt wurden. Bisherige Ermittlungen ergaben, dass die Tatverdächtigen auf ihren Ebay-Accounts falsche Personalien angegeben haben. Außerdem besteht der Verdacht, dass die angebotenen Hundewelpen falsche Impfausweise hatten und als gesund verkauft werden sollten. Nach ersten Erkenntnissen zufolge, sollen bereits ein Dutzend Welpen verkauft worden sein.

Nicht der erste Fall von Tierhandel in NRW

Leider war dies kein Neuland für die Paderborner Polizei. Ein ähnliches Szenario bot sich bereits im Juni bei einem 19-jährigen Händlerpärchen, die mit kranken Hundewelpen gehandelt haben. Die Beamten wurden darauf aufmerksam, als Hundebesitzer aus Niedersachen bei der Polizei in Paderborn Anzeige erstatteten, da ihr Welpe kurz nach dem Kauf gestorben war. Diese haben daraufhin einen neuen Welpen-Kauf initiiert, bei dem auch Fahnder aus Paderborn dabei waren. So konnten sie die Tatverdächtigen auf frischer Tat erwischen. Dabei konnten zwei Welpen und ein Muttertier sichergestellt werden. Leider waren beide Hundebabys todkrank und starben kurz darauf im Tierheim.

Beide Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die 25-jährige Frau und der 44-jährige Mann stehen derzeit unter Verdacht, beim Tierhandel betrogen und gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben. Es ist davon auszugehen, dass es weitere Geschädigte gibt, deren Hundewelpen kurz nach dem Kauf gestorben sind.

Schreibe einen Kommentar

Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zur Verbesserung Ihres Online-Erlebnisses zu. Weitere Informationen zu den von uns verwendeten Cookies finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. OK