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Blasenentzündung beim Hund beim Hund

Blasenentzündung beim Hund

Der Begriff „Blasenentzündung“ bedeutet wörtlich Entzündung der Harnblase. Dies ist ein allgemeiner Begriff und gilt für alle Krankheiten, die die Harnblase entzünden. Was verursacht Blasenentzündung beim Hund? Die häufigste Ursache für Blasenentzündung bei Hunden ist eine bakterielle Infektion. Andere häufige Ursachen sind jedoch Blasensteine, Tumore oder Polypen in der Blase und in den Divertikeln. 

Was sind die Anzeichen einer Blasenentzündung? 

Das häufigste Anzeichen für Besitzer ist Hämaturie (Blut im Urin). Darüber hinaus fühlen sich viele Hunde beim Urinieren unwohl. Sie verbringen oft mehrere Minuten damit, nur eine kleine Menge Urin abzulassen, und können häufiger als normal urinieren. Die Symptome werden durch die spezifische Ursache der Blasenentzündung bestimmt. Bakterielle Infektionen verursachen normalerweise Hämaturie und Dysurie (Anstrengung zum Urinieren). Blasensteine ​​sind oft sehr rau und verursachen Reizungen, wenn sie an der Blasenwand reiben, was ebenfalls zu Hämaturie und Dysurie führt. Tumore oder Polypen reizen die Blase normalerweise nicht stark, können jedoch zu Blutungen und leichten Belastungen beim Urinieren führen. Ein Divertikel ist ein kleiner Beutel in der Blasenwand, der normalerweise Hämaturie und Dysurie infolge der auftretenden chronischen bakteriellen Infektion verursacht. Bakterien befinden sich oft tief im Divertikel und können ohne Operation kaum entfernt werden.

Wie wird Blasenentzündung beim Hund diagnostiziert? 

Eine Vorgeschichte von Hämaturie, Dysurie und erhöhter Häufigkeit des Wasserlassens ist ein starker Hinweis auf irgendeine Form von Blasenentzündung. Wenn diese gesehen werden, sind mehrere Tests angebracht. Die erste Gruppe von Tests umfasst Urinanalyse, Urinkultur und Blasenabtastung (Gefühl mit den Fingern). Eine Urinanalyse besteht aus mehreren Tests, um Anomalien im Urin festzustellen. Diese sind im Allgemeinen ausreichend, um eine Blasenentzündung zu bestätigen, liefern jedoch möglicherweise nicht genügend Informationen, um die genaue Ursache zu bestimmen.

Eine Urinkultur bestimmt, ob Bakterien vorhanden sind und welche Antibiotika diese wahrscheinlich abtöten. Dies ist angemessen, da die meisten Fälle von Blasenentzündung durch Bakterien verursacht werden, die mit Antibiotika leicht beseitigt werden können. Das Abtasten der Blase ist der erste „Test“ für Blasensteine, da viele groß genug sind, um von erfahrenen Fingern gefühlt zu werden. Was wird getan, wenn Blasenentzündung vorliegt, die Kultur jedoch negativ für Bakterien ist und Steine ​​nicht zu spüren sind? Dieses Szenario tritt in etwa 20 Prozent der Fälle auf. In diesem Fall ist es wichtig, dass weitere Tests durchgeführt werden, damit eine Diagnose gestellt werden kann. Röntgenaufnahmen werden angefertigt, um die Blase weiter zu untersuchen und mögliche Steine ​​zu erkennen. In der Regel können sie jedoch keine Tumore, Polypen oder Divertikel sichtbar machen.

Eine Ultraschalluntersuchung ist auch bei der Beurteilung der Blase hilfreich. Diese Technik verwendet Schallwellen, um Steine ​​zu visualisieren sowie Tumore und Polypen zu erkennen. Es kann auch andere Anomalien der Blasenwand identifizieren, wie z. B. eine Verdickung. Beide Tests können ohne Sedierung oder Anästhesie bei einem kooperativen Hund durchgeführt werden. Kontraströntgenaufnahmen werden gemacht, wenn einfache Röntgenaufnahmen und eine Ultraschalluntersuchung keine Diagnose stellen. Die Blase ist mit negativem Kontrastmittel (normalerweise Luft), positivem Kontrastmittel (einem speziellen Röntgenfarbstoff) und einer kleinen Menge positivem Kontrastmittel gegen negatives Kontrastmaterial (Doppelkontraststudie) gefüllt. Jedes Mal, wenn die Blase gefüllt ist, wird eine Röntgenaufnahme gemacht.

Diese drei Verfahren ermöglichen die Visualisierung von ansonsten unsichtbaren Blasensteinen, Tumoren und Polypen, Divertikeln und Wandverdickungen. Es ist notwendig, einen Katheter in die Blase zu führen und ihn mit den Kontrastmitteln zu dehnen; Daher ist eine Vollnarkose erforderlich. Hunde mit anderen Anzeichen einer Krankheit wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Lethargie sollten ebenfalls auf systemische Erkrankungen und Blutungsstörungen untersucht werden, die eine Hämaturie verursachen können. Laborarbeiten, einschließlich eines Chemieprofils und eines vollständigen Blutbildes, sollten durchgeführt werden. Bei Verdacht auf ein Gerinnungsproblem ist ein Blutungsprofil angebracht. 

Wie wird Blasenentzündung beim Hund behandelt? 

Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Bakterieninfektionen lassen sich oft leicht mit Antibiotika behandeln. Einige Blasensteine ​​können mit speziellen Diäten aufgelöst werden; andere erfordern eine chirurgische Entfernung. Gutartige Blasenpolypen können normalerweise chirurgisch entfernt werden, aber bösartige Blasentumoren sind schwer erfolgreich zu behandeln. Ein Blasendivertikel sollte chirurgisch entfernt werden.

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