Home / Hunde / Hundegebell – Wenn es zu viel wird
unerwuenschtes Hundegebell

Hundegebell – Wenn es zu viel wird

Unerwünschtes Hundegebell ist oft unbewusst antrainiert-Trennungsschmerz, Langeweile oder Ungeduld oft die Ursachen

Wenn übermäßiges Gebell an den Nerven zerrt, wird oft mal schnell & dringend nach einer Lösung gesucht, da es in den meisten Fällen nicht nur für die Besitzer zur Belastung wird, sondern sich auch Nachbarn schnell gestört fühlen.

Jedem Hundebesitzer sollte natürlich klar sein, dass Hundegebell zum natürlichen Verhalten eines jeden Hundes zählt, denn es ist ein essenzieller Bestandteil der Kommunikation (neben Mimik, Körpersprache und Geruch).

Dabei umfasst die Kommunikation über Laute nicht nur Bellen, sondern auch winseln, jaulen und heulen.
Übersteigt das Bellen und Kläffen jedoch ein gewisses Maß, hat das seine Gründe und diese sollte man herausfinden, um übermäßiges Gebell zu unterbinden.

Neben rassetypischen Bellverhalten, es gibt Hunde die bellen lieber und ausgiebiger als andere, gibt es eine Reihe von psychischen Gründen oder Verhaltensmuster, die zu übermäßigem Gebell führen.

Für viele Hunde ist Bellen eine Möglichkeit ihre Angst oder Unsicherheit zu überspielen. Frei nach dem Motto “Angriff ist die beste Verteidigung” wird alles und jeder an- & verbellt, der irgendwie fremd oder bedrohlich wirkt.

Aber auch ein ausgeprägter Schutzinstinkt kann Grund für das Bellen sein. Viele Hunde, gerade Rassen der Hüte- & Wachhunde, beschützen ihr Territorium und ihre Menschen, indem sie auf Eindringlinge und potentielle Gefahren mit lautstarkem Gebell reagieren.

Sind Hunde gelangweilt oder erhalten nicht genug Aufmerksamkeit, fangen viele ebenfalls mit Bellen an, da es ihnen an körperlicher und geistiger Beschäftigung mangelt.
Mit ihrem Bellen und Kläffen versuchen sie eine Reaktion von Herrchen oder Frauchen zu bekommen, damit diese sich endlich mit ihnen beschäftigen.
Es gibt jedoch auch Hunde, die, obwohl sie eine Menge an Aufmerksamkeit bekommen, noch mehr wollen und gerne ständig im Mittelpunkt stehen möchten.

Auch Ungeduld ist einer der Hauptgründe für Bellen oder Kläffen. Herrchen oder Frauchen ist zu langsam mit dem Ball werfen, dem Futternapf zubereiten oder hält beim Spaziergang zu lange einen Plausch mit dem Nachbarn – mit Bellen möchte der Hund darauf aufmerksam machen, dass er gerade etwas von uns fordert.

Wie in allen Bereichen der Hundeerziehung lautet auch in diesem das oberste Gebot viel Geduld und vor allem Konsequenz.
Keinesfalls sollte man sich von seinem Hund durch Bellen erpressen lassen und seinem Wunsch, etwa nach einer schnelleren Füllung des Napfes oder einem weiteren Ballwurf nachgehen. Nur geduldiges Warten darf und sollte belohnt werden.

Um übermäßiges Hundegebell in den Griff zu bekommen ist also die Ursachenforschung das A.O. Nur wer den Grund für das Bellen seines Vierbeiners kennt, kann das Problem in den Griff bekommen.

Es empfiehlt sich auch in diesem Bereich der Hundeerziehung einen Rat von einem Experten, beispielsweise einem Hundetrainer oder Tierpsychologen einzuholen, um gemeinsam ein individuelles Training auszuarbeiten.

Schreibe einen Kommentar

Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zur Verbesserung Ihres Online-Erlebnisses zu. Weitere Informationen zu den von uns verwendeten Cookies finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. OK